Ich bin´s wieder. Ich habe in allen Schriften
herumgesucht, aber es gibt keine einzige, die nicht mit "Ach, Sarath" beginnt
und tränenreich in einen Klagegesang zerfließt. Ich finde es ja auch schrecklich, daß
da ein ganzes Riesenreich vom Nordpol bis zum Südpol zertrümmert und in Stücke
geschlagen und überflutet und ausgelöscht wurde, aber das ist nun diverse Jahrtausende
her, und selbst die Irianari sollten sich allmählich vom Schock erholt haben und wieder
sachlich werden.
Sarath also. Ich vermute, daß nicht alle starben. Es gab
hohe Gebirge dort, deren Gipfel zu Inseln wurden, und der Untergang geschah schließlich
nicht an einem Tag. Glaube ich. Außerdem ist im Norden noch ziemlich viel Land übrig.
Trotz des Eises werden dort noch Menschen leben. Inatan Roq Engende, unser berühmter
Seefahrer und Weltumsegler, erwähnt in seinen Schriften einen Ort namens Chisonaran. Wenn
er den Namen kennt, muß er Leute getroffen haben, die dem Ort einen Namen gegeben haben.
Von der Kultur dürfte allerdings nicht viel übrig sein.
Interessant ist vielleicht, daß in Sarath alle Arten der
Magie bekannt und gebräuchlich waren. Der Kontinent erstreckte sich vom Nordpol bis zum
Südpol und erwischte so alles von der Geister- und Schamanenmagie über die Personenmagie
und der Wortmagie bis zum Elementzauber und der Illusionsmagie. Sollte ich in diesem
Haufen Klagegesänge noch irgendwelche nützlichen Informationen über Kultur, Völker,
Sprachen und einzelne Länder finden, schreibe ich sie hier auf. Für heute muß ich
aufhören, weil mein Meister gerne möchte, daß ich seine 637 Schreibfedern schärfe. In
ein paar Jahren melde ich mich wieder.
Athol