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Es gibt auf Araun vor allem in Alteande unzählige Mischwesen aus Pflanzen, Tieren, Elementgeistern und Iskaran. Eine Einteilung ist sehr schwierig; wir Irianari haben uns darauf geeinigt, die Bezeichnung kiddûn nur solchen Arten zuzuordnen, die ein Selbstverständnis als Volk besitzen und in der Lage sind, mit anderen Völkern in Kontakt zu treten (oder wenigstens Botschaften zu übermitteln). In Irianar gibt es nur sehr wenige solcher Wesen, und die meisten davon stammen ursprünglich aus Alteande. Wir gehen daher davon aus, dass die Entwicklung der kiddûn auf die Stärke der Elementmagie zurückzuführen ist.
Das Wort kiddûn stammt aus Kardath (jetzt Ryondar), wo es soviel wie "verwandter Geist" bedeutet. Wir haben es übernommen, da es in unseren eigenen Sprachen kein ähnliches Wort gibt.
Die Dämonen aus den Nebelmeeren werden ausdrücklich nicht als kiddûn bezeichnet, da bei ihnen keinerlei Verwandtschaft des Geistes mit den übrigen Völkern von Alteande festgestellt werden kann.
Die meisten kiddûn lassen sich mehr oder weniger einer der vier obengenannten Gruppen zuteilen.
Iskaran
Tier
Pflanze
Elementgeist
Gnom (skeri kholun)
Seelenfresser (mathiri)
Wurzler
Lichtbrenner (kisil)
Kobold (skeri dûn)
Krähenweibe (branin) (*)Stockwesen Pfadformer
(ker´anam´kessem)
Meermensch
Sumpfschwirrer (skatri)Blattling
Schneegeist
(taressin)Kleines Volk
Wolfswandler (*)Geisterbaum Feuergeist
Troll (iskó)Nebelspinne (kjiri) Quellwächter Wasserfrauen Mayakó Windläufer Steppenjäger
Gnom (skeri kholun)
Gnome sind Erdgeister, die "jüngeren Geschwister" der Trolle. Sie leben in der Erde überall dort, wo Pflanzen wachsen. Im Winter können sie nicht an die Erdoberfläche, da sie durch den gefrorenen Boden nicht hindurchkommen. Mit Waffen oder Elementmagie kann man Gnome nicht bekämpfen, da sie die gleichen Eigenschaften haben wie Erde. In Gegenden, wo Gnome und Menschen in Frieden leben, helfen Gnome oft bei der Garten- und Feldarbeit, indem sie Pflanzen besonders gut wachsen lassen oder die Erde lockern. Die berühmte Statue "Aus der Erde hervorbrechender schlangenreitender Erdunhold" in Dûn-Madill (Maldon) stellt vermutlich in Wirklichkeit einen Gnom und einen Regenwurm dar, die die Erde auflockern.
Außerdem sind Gnome sehr begabt im Schmieden von Waffen oder dem Schleifen von Juwelen. Eigentlich beherrschen sie alles, was aus Stein und Erde herauskommt. Beim Herausholen von Erzen oder Juwelen gehen sie überaus vorsichtig zu Werk; selten bauen sie wirklich etwas ab, sondern sie steigen lieber in unvorstellbare Tiefen hinab und sammeln abgebrochene oder zufällig herabgefallene Brocken auf, die sie dann weiterverarbeiten.
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Kobold (skeri dûn)
Kobolde sind Verwandte der Gnome, allerdings sind sie eher für Tiere zuständig. Sie leben in dichten Wäldern und beschützen die Tiere, die dort leben. Wenn jemand ohne Not ein Tier im Machtbereich eines Kobolds tötet, nimmt dieser furchtbare Rache. Andererseits helfen Kobolde Köhlern gern bei der Arbeit, lassen Milchvieh und Geflügel gedeihen und kümmern sich auch um die Gesundheit "ihrer" Menschen, die sie dann einfach als "Tiere" unter ihre Fittiche nehmen. Wenn man es sich allerdings mit ihnen verdirbt, sollte man schleunigst die Gegend verlassen.
Kobolde leben allein, treffen sich aber häufig in gößeren Gruppen an markanten Orten, zb auf Bergkuppen oder an auffällig geformten Felsen, um dort zu feiern, zu singen und zu musizieren. Jede dieser Gruppen wählt einen König und eine Königin, die den Tanz anführen und bis zum nächsten Treffen von allen Geschenke bekommen.
Im allgemeinen sind Kobolde heiter und friedlich und haben viel Spaß daran, ihren Menschen oder durchreisenden Fremden Streiche zu spielen.
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Troll (iskó)
Iskó heißt "Hüter" bzw. "Meister". Trolle sind die ältesten Geister von Araun, älter noch als die Drachen, da sie aus lebendigem Stein bestehen und mit jeder Art von Stein und Fels in dauernder Verbindung stehen.
Trolle kämpfen nicht. Nie. Ihre einzige Aufgabe ist es, das Land zu schützen, das ihnen die Göttin vor Millionen von Jahren anvertraut hat. In das Gewusel und die Kämpfe kurzlebiger Völker mischen sie sich nicht ein; oft nehmen sie sie nicht einmal wahr, da ihre Zeit vollkommen anders verläuft als die der Iskaran. Nur dort, wo der Nebel die Welt vergiftet und bedroht, haben Trolle schon direkt eingegriffen und dabei zum Teil ganze Landstriche "umgestaltet".
Trolle sind das Maß aller Dinge. Die Benennung "Iskaran" bedeutet "nach dem Bild der Meister", und damit sind Trolle gemeint. Trolle sind also nicht etwa humanoid, sondern Irianari, Menschen, Gnome, Kobolde usw. sind iskaran.
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Nebelspinne (kjiri)
Die Nebelspinne hat nichts mit dem giftigen grauen Zeug aus den Nebelmeeren zu tun. Sie ist ein Tier-Elementgeist, der den Morgennebel in Wäldern webt. Nebelspinnen sind etwa sechs Fuß hoch, dabei aber fast unsichtbar, da sie nur einen winzigen Körper und endlos lange Beine besitzen.
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Wurzler
leben in allen Wäldern Arauns. Sie sehen aus wie das schwarzverfaulte, mit Erde durchsetzte Wurzelwerk eines umgestürzten Baumes - man erkennt sie daran, daß eben kein Baum da ist, außerdem steigt meistens dünner weißer Nebel um sie herum auf. Sie werden bis zu vier Meter hoch und bewegen sich langsam, kaum merklich, fast gleitend durch den Wald. Beim Gehen klingt ein Wurzler wie ein sehr entfernter Sturm im Wald - es knackt, rauscht, knarrt und knarzt überall. Füße haben sie nicht, nur wurzelartige Krallen, mit denen sie sich im Boden festhaken und langsam vorwärtsziehen. Die Wurzelarme bewegen sich nur unwesentlich und schwingen nur ein bißchen im Wind.Menschen, die ihnen unachtsam zu nahe kommen, locken sie mit melodischen, sehr tiefen Summtönen noch näher heran. Sobald der Mensch in Reichweite der Wurzelarme gerät, bewegt sich der Wurzler plötzlich sehr schnell, packt sein Opfer und zerreißt es. Er frißt es übrigens nicht, sondern läßt die blutigen Überreste einfach liegen und gleitet so still und gelassen weiter wie vorher. Gelingt es dem Opfer, sich loszureißen und eine Axt oder ein Schwert zu ziehen, wird der Wurzler normalerweise in kleine Stücke gehackt. Das ist allerdings nicht sonderlich hilfreich, denn aus den einzelnen Stücken wachsen lauter kleine Wurzler nach. Weit wirksamer ist Feuer.
So ein kleiner Wurzler braucht ungefähr drei Jahre, bis er etwa einen Meter hoch ist. Er ist dann noch ziemlich dürr. Danach legt er jedes Jahr ungefähr fünf Zentimeter nach oben zu.
Ihre Nährstoffe ziehen Wurzler mit, na so was, ihren Wurzeln aus der Erde. *G* Außerdem gehen sie mit den auf ihnen wachsenden Pilzen eine Art Symbiose ein, über die ich noch nichts weiß.
Normalerweise steht ein Wurzler jahre- oder jahrzehntelang friedlich auf seiner Lichtung herum und rückt vielleicht nur ab und zu mal ein Stückchen weiter, um die Sonne zu genießen. Erst wenn die Nährstoffe dieses Ortes (auch die humanoiden...) erschöpft sind, wandert er weiter und sucht sich ein neues Plätzchen. Und wenn einer zerhackt wird, ist die Lichtung auf Dauer zu klein für eine ganze Familie. Der größte nachwachsende Wurzler bleibt dann an Ort und Stelle, die kleineren wandern weg.
Man könnte die Gattung vielleicht ausführlicher als "Gemeiner Lauernder Wanderwurzler" bezeichnen.In Ryondar scheinen die Wurzler (ebenso wie einige Kobolde) Elgerions Bann entgangen zu sein, denn sie bewegen sich ohne Schwierigkeiten an der Erdoberfläche.
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Stockwesen
Stockwesen sehen aus wie ein vertrocknetes Gebüsch.
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Blattling
Es gibt so viele Blattlinge, dass eine Übersicht unmöglich ist. In jedem einzelnen Baum auf ganz Araun können mehrere Hundert Blattlinge leben. Sie sind Meister der Tarnung und oft von echten Blättern nicht zu unterscheiden. Ob etwas ein Blattling ist oder nicht, merkt man oft erst, wenn man es berührt - dann entfaltet sich das "Blatt" nämlich zu einem Paar grüngeäderter Flügel, einem winzigen Insektenkopf und vier Beinen und schwirrt davon.
Im Herbst sterben die Blattlinge zu Tausenden und vermodern dann im Laub. Manche Arten sind aber auch winterfest, befestigen sich an einem Ast und rollen sich zum Winterschlaf ein. An wärmeren Wintertagen entrollen sie sich und flattern in riesigen Schwärmen über dem Wald.
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(*) Krähenweibe und Wolfswandler können mit gleicher Berechtigung den Iskaran-kiddûn zugeordnet werden.
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