Category Archives: Professionelle Autorin

RZ nur noch im Kindle-Format (und natürlich gedruckt)

Gestern erhielt ich folgendes Schreiben von Amazon:

Wir haben festgestellt, dass mindestens eines der von Ihnen veröffentlichten Bücher die KDP Select-Inhaltsrichtlinien nicht erfüllt. Bei KDP Select angemeldete Bücher im digitalen Format dürfen für die gesamte Dauer der Anmeldung nur exklusiv von Amazon angeboten werden.
Rabenzeit: Rebellen 1 (German Edition) (ASIN:B01N0WXJRB) ist unter folgender Adresse verfügbar: (link)
Damit alle Ihre Bücher bei im KDP Select-Programm bleiben können, müssen Sie innerhalb von fünf Tagen nach Erhalt dieser E-Mail sicherstellen, dass sie ausschließlich bei Amazon angeboten werden. Werden Ihre Bücher nach Ablauf der Frist von fünf Tagen noch immer nicht ausschließlich von Amazon angeboten, werden sie zwar weiterhin im Kindle-Shop zum Verkauf angeboten, jedoch aus KDP Select entfernt. Nach dem Entfernen sind Ihre Bücher nicht mehr für einen Anteil am KDP Select-Fonds berechtigt.
Beachten Sie, dass wiederholte Verletzungen der Anforderungen des Programms in Bezug auf die Exklusivität den Verlust der Vorteile von KDP Select zur Folge haben können, einschließlich der Teilnahme an Kindle Unlimited, der Kindle-Leihbücherei (KOLL) und der Nutzung von Kindle Countdown Deals oder kostenloser Werbetage. Um von den KDP Select-Vergünstigungen profitieren zu können, stellen Sie sicher, dass alle Ihre bei KDP Select angemeldeten Bücher zum Zeitpunkt der Anmeldung ausschließlich bei Amazon in digitalem Format verfügbar sind.

Also wollte ich RZ im epub-Format für Tolino wenigstens noch hier anbieten. Aber in den Richtlinien zu KDP Select steht:

Mit der Anmeldung Ihres Buches für KDP Select verpflichten Sie sich dazu, dieses Buch während der gesamten Laufzeit des Programms exklusiv über KDP anzubieten.

Alle bei KDP Select angemeldeten Inhalte dürfen nur über den Kindle-Shop erhältlich sein. Wenn die digitale Ausgabe Ihres Buches an anderer Stelle zur Vorbestellung, zum Verkauf oder kostenlos angeboten wird (z. B. auf Ihrer Website, Ihrem Blog oder der Website eines Dritten), ist es von der Teilnahme an KDP Select ausgeschlossen. Durch das Hinzufügen von neuen Inhalten (etwa Bonusinhalt, ein Kommentarteil des Autors usw.) zu einem Buch, das an anderer Stelle angeboten wird, werden die Exklusivitätsanforderungen nicht erfüllt. Weitere Informationen zu den Exklusivitätsanforderungen finden Sie in den allgemeinen Geschäftsbedingungen von KDP Select.

Im Klartext: das ist schlicht Erpressung. Kein Wunder, dass Tolino keine Chance hat, wenn Bücher nicht einmal in einem anderen Ebookformat angeboten werden dürfen. Andererseits hatte ich über Tolino im gesamten letzten Jahr genau elf Verkäufe, so dass sich das Anbieten für mich absolut nicht gelohnt hat. Deshalb habe ich RZ dort gelöscht. Auf Amazon verdiene ich zwar auch so gut wie nichts, aber doch ein bisschen mehr als bei Tolino.

Außerdem wurde Tolino laut einer Mitteilung in Buchreport.de an einen japanischen Ebookhersteller verkauft. Als „deutsche Alternative zum Kindle“ ist das Projekt damit meiner Meinung nach gescheitert.

 

 

Die Bücher werden teurer

… weil die Post schon wieder die Portokosten erhöht hat. Statt 2,40 wollen sie jetzt 2,60 haben. Ich überlege ernsthaft, meine Bücher in Zukunft selbst auszuliefern, und wenn ich zur Zeit nicht mitten im Nichts wohnen würde, von wo ich eine Stunde brauche, um auch nur bis zur nächsten Autobahn zu kommen, würde ich es – zumindest im westlichen Raum – auch tun.

Alternativ muss ich den Buchpreis erhöhen. Aber ich will das nicht komplett so an euch weitergeben. Also setze ich den Preis für die Nebelbrückenreihe auf 12,50 (von 12,40) und für Rabenzeit auf 22,50 (von 22,40). Die restlichen zehn Cent ziehe ich dann halt von meinem Gewinn ab.

Und wer jetzt sagt, dass zehn Cent aber nicht viel sind, der hat noch nie an der Kasse im Supermarkt verzweifelt nach zwei Cent im Portemonnaie gesucht.

(Falls jemand nun 12,60 bzw. 22,60 überweist, freue ich mich natürlich. 🙂 )

Und ACHTUNG: Versand ins Ausland ist abartig teuer. Von Österreich und der Schweiz aus könnte es günstiger sein, direkt bei Lulu.com zu bestellen.

Link zu Lulu

Recherche macht Spaß

Frage: Wie lange braucht man, um in Ryondar von Punkt A zu Punkt B zu kommen?
 
Alles kein Problem. Man muss nur herausfinden, wie groß das Land ist und wie schnell man als durchschnittliche Reitergruppe oder zu Fuß bei welchem Wetter und in welchem Gelände durchkommt.
 
Dazu braucht man a) Photoshop, b) eine Landkarte, c) einen Maßstab, d) ein schlaues Internet, e) Google Maps und f) die Entfernungen, die man schon 1996 festgelegt hat.
 
Als erstes stelle man fest, dass die 1996 festgelegten Entfernungen völliger Schwachsinn sind, wenn das Land ungefähr so groß wie Wales sein soll (450 km, wenn Wales gerade mal 300 km von Nord nach Süd misst?? HÄ? Ich wusste ja, dass ich schlecht in Mathe bin, aber SO schlecht…?)
Also wühle man als nächstes in uralten, vergilbten Unterlagen rum und stelle fest, dass man irgendwann später beschlossen hat, das Land doch doppelt so groß wie Wales zu machen. Man unterdrücke den quälenden Drang, jetzt sofort alle Tagesreise-, Datums- und sonstigen Entfernungsangaben im bereits veröffentlichten Buch zu überprüfen, und suche eine Waleskarte mit Maßstab, den man sogleich klaue und in die Photoshopkarte klebe. Man richte ein Raster ein, bei dem 24 Pixel in 105 % Ansicht a) der 100-km-Leiste und b) meinem gammeligen alten Plastiklineal entsprechen.
Dann mache man sich auf die Suche nach einem Onlinetool zum Entfernungsrechnen, welches man nach einigen Irrwegen („Maps Labs“??) bereits in Google Maps eingebettet finde.
Aha, von Aberystwyth bis Builth Wells sind es per Luftlinie  53,45 km und auf der Straße 66,61 km, sehr interessant. Aber wie weit ist es nun von Arithia bis Cai Sharolyon?
Man suche nun eine Möglichkeit, die eigene Karte in Google Maps zu übertragen. Nein, „einbetten“ sagt mir bloß, wie ich meine Adresse in Google Maps angeben und die Karte in meine HP einbauen kann. Hoc non erat in votis.
Mein Plastiklineal verrät mir, dass es von Arithia nach Cai Sharolyon 26 cm Luftlinie sind. Wenn ich das mit geschickt angepasstem Maßstab umrechne, sind es knapp 260 km Luftlinie. ABER da sind ja noch Berge, ein Fluss und noch mehr Berge dazwischen, und da mein Herzog keinen Drachen besitzt und deshalb auf einem Pferd reiten muss, ist die Strecke a) gewundener und b) länger.
Wie schnell fliegt eigentlich ein Drache? Und müsste die ryondrisch benannte Festung da oben im anturischen Norden nicht eigentlich einen anturischen Namen haben? Schnell mal den Fantasy Names Generator anwerfen und überlegen, was „Festung“ auf anturisch heißt und von welchem Wortstamm es kommt und…
HALT KARTE
Oh. Ok.
Also wie schnell kommt eine Gruppe von Reitern im Winter vorwärts?
Von reitender Schwester bzw. reitenden Freundinnen bzw. immer denselben Fragen im Weltenbastlerforum weiß ich, dass man zu Fuß pro Tag (bei normalem Wetter) ungefähr 25 km schafft, per Pferd 40-60, mit einem Heer 18-20. Im Winter kann man das vermutlich halbieren.
Ok, sagen wir, es sind *handwedel* 290 km.
Und mein Herzog hat kein Heer, hat es nicht sonderlich eilig, will aber auch nicht länger als unbedingt nötig im Schnee unterwegs sein. Fragen, warum er überhaupt mitten im Winter in der Gegend herumreitet, ignoriere ich jetzt m… warum mietet er sich eigentlich nicht einfach einen Drachen, da es doch eine wichtige diplomatische Mission ist?
ARGH.
Ok, er nimmt einen Drachen. Aber ich will trotzdem wissen, wie lange er mit dem Pferd brauchen würde, BECAUSE REASONS.
Mist, da steht ja noch immer der alte Name auf der Karte… *mal* *pinsel*
Sagen wir also, eine Tagesreise per Pferd sind etwa 45 km. 30 bei Schnee, Eis, Schneesturm, Hagel, Verwehungen, Achsenbruch am Vorratskarren, gebrochenen Pferdebeinen und Ersatzbeschaffung, Erfrierungen, verschütteten Straßen, Bergrutschen und sonstigen Katastrophen.
Er braucht also rund neun Tage für die Hinreise, vier Tage für die diplomatische Mission und neun Tage für die Rückreise.
WIR UNTERBRECHEN DIESE völlig handgewedelte „Rechnung“ mit ein paar Fakten. Heike sagt:
„Eine Tagesreise per Pferd sind eta 45 km. 30 bei Schnee, Eis, Schneesturm, Hagel, Verwehungen, Achsenbruch am Vorratskarren, gebrochenen Pferdebeinen und Ersatzbeschaffung, Erfrierungen, verschütteten Straßen, Bergrutschen und sonstigen Katastrophen.“
Ich würde sagen, max. 20 km.

In hügeligem bis bergigem Gelände rechnet man noch den Faktor Wegstrecke x 1,7, wenn Du also 20 echte Kilometer auf der Karte gemessene Kilometer hast entspricht das 34 km in Real. Da ich annehme dass die anturischen oder ryondrischen Wege etwas schlechter in Schuss sind als unsere kannst du aber locker x 2 rechnen… die man auch nicht im Dauergalopp zurücklegt. Im Grunde kann man wohl eine Reisegeschwindigkeit von 6,5 km/h annehmen, das ist gut als mittlere Geschwindigkeit durchzuhalten

Yay.
Ich glaube, meine Daten im veröffentlichten Buch stimmen nicht.
Yay.
Neue Rechnung.
290 km, davon 80 km unwegsam und verschneit, also ungefähr 370 km. Bei 20 km am Tag schafft man die Strecke also in 18 Tagen, nicht in neun. Das verdoppelt die gesamte Reisezeit auf einen Monat (meine Monate haben 36 Tage). So passt es mir aber auch viel besser in den Kram. Glaube ich. 🙂
Ok. Wie schnell fliegt ein durchschnittlicher Drache?
Mal auf YouTube Vergleiche sammeln. Aha, Pferd, hm, ok, Galopp übers Feld, 72 km, Danedream, aha, oh, Totilas, hm… äh, wie komme ich jetzt bitte auf die Website von Totilas?
Ok, ein Drache ist größer und schneller als ein Pferd und interessiert sich nicht für Gelände oder Eis. Da das Internet alles weiß oder doch wenigstens alles mal gefragt hat, bringt mich die Frage „wie schnell fliegt ein Drache“ auf die Website scienceblogs.de, nach der ich beschließe, dass 100 km/h ziemlich gut klingt.
Und vielleicht sehen meine Drachen aus wie Quetzalcoatl…usse? Eigentlich ja nicht, aber Flugsaurier sind schon extrem cool. Und wenn ich… nein, meine Drachen sind fette, gasgefüllte, nicht besonders aerodynamische Reptilien und haben ganz andere Flügel, also sind sie langsamer, also *handwedel* 80km/h, mit zusätzlichen Gewicht 70 km/h. So. Dieses Tempo halten sie aber ein paar Stunden durch.
Und das heißt, dass mein Herzog auf einem Drachen mit zusätzlicher Drachenreiterin die 260 km Luftlinie innerhalb von knapp vier Stunden schaffen kann. Sechs, weil er zwischendurch auch mal Pause machen muss.
Man wäre also schön blöd, sich 36 Tage lang durch Schnee und Eis und Berge zu quälen, wenn man es auch locker in zwei Tagen schaffen kann.
Juhu, jetzt bin ich viel schlauer. Und muss ALLE Zeiten nochmal überprüfen.
Recherche ist toll. ^^

Na super.

Bin gerade dabei, falsche Leerstellen, Tippfehler und Mist aus RZ 1 zu entfernen, und entdecke immer mal wieder Absätze voller Sonderzeichen. Und ich weiß nicht, ob das jetzt nur eine Folge der RTF-PDF-PAP-TXT-RTF-Konvertierungen in meiner Arbeitsdatei ist oder ob das tatsächlich auch in den gedruckten Büchern so aussieht. Falls eure Bücher auch lustige Sonderzeichen und Kartenspielsymbole haben, sagt mir bitte Bescheid und ich drucke sie nochmal.

Schlchz.

Da isses.

ENDLICH. Und da ich mittlerweile fast alle Fehler gefunden und BRUTAL AUSGEMERZT habe, brauche ich jetzt nur noch auf die große Lieferung zu warten und kann die Bücher verschicken. Juhu! Mein erstes selbstgebautes RICHTIGES BUCH!

 

Seelendieb

Wer es bereits bestellt und bezahlt hat, braucht nur noch ein bisschen zu warten. Alle anderen können es bei Lulu kaufen, und zwar hier:

Link

Nachtrag: Interessanterweise kamen nur zwei Stunden später die restlichen Exemplare! Dabei hatte ich sie fast zwei Wochen später bestellt… die Post ist toll. 🙂 Nun geht also der Versand los. Vielen Dank an alle, die so lange gewartet haben – ich hoffe, dass euch das Buch gefällt!

Glitzibuecher_kl

Ich bin so ein Profi

Yay, Buch fertig. Ich also so zu Amazon, weil hochladen und so. Weil, da am 15. war ja nur für Vorbestellungstermin, ich also jetzt hin und denk, lad ich jetzt die fertige Datei hoch. Ich klick also da auf „Bücherregal“ und will auf „Buchdetails ändern“ klicken, und da steht nix.

Also, gar nix. Ich guck also bei „Vorbestellung live – bereit zur Veröffentlichung“ und seh:

Ihr vorbestellbarer Titel kann nun am von Ihnen festgelegten Datum veröffentlicht werden. Sie können jetzt keine Änderungen mehr am Buch oder an den Metadaten vornehmen, da wir die Auslieferung des Inhalts an Kunden weltweit vorbereiten. Nach der Veröffentlichung Ihres Buchs können Sie Aktualisierungen veröffentlichen.

Ich so: Boah, Unrat. Also eigentlich sag ich nicht „Unrat“, aber weil Jugendbuch und so, da sagt man nicht Scheiße, das gehört sich nicht.

Ich guck also und seh: sechs Vorbestellungen. Und ALL DIESE LEUTE, also quasi WELTWEIT ALLE kriegen jetzt heute um etwa Punkt Mitternacht ne Datei, die ich am 15. Januar hochgeladen habe, um einfach irgendwas da stehen zu haben, weil, ich nehm doch so’n „aber allerspätestens“ nicht ernst, wenn ich’s auch am 19. Januar um halb zwölf nachts hochladen kann.

Unrat, Unrat. Dabei hab ich extra noch ein neues Cover gemalt. Ich also so: hm, ja, was jetzt. Ok, sagt Amazon, kannste ja dann ab Mitternacht aktualisieren, dafür müssen aber ALL DEINE SECHS VORBESTELLER anklicken, dass sie KDP akualisiert bekommen wollen. Ja super, sag ich, und wenn die das nicht wissen? Und ich seh schon die Einsternerezis hageln.

Ist nicht mein Problem, sagt Amazon, schreib’s halt auf deine Homepage, da werden deine Fans ja wohl hingehen und gucken und dich beschimpfen, weil du so’n Profi bist.

Nächstes Mal lese ich dann doch das Kleingedruckte.

Schäm.